Der Ausgangspunkt

Detector ist für die erste defensive Triage auf Windows gedacht. Es profiliert PE- und verwaltete .NET-Artefakte, untersucht C# und PowerShell und führt die Befunde in einem stabilen Case-Modell zusammen. Verwandte Regeln werden zu lesbaren Fähigkeiten korreliert – jeweils mit Confidence, Quellen und unterstützender Evidenz.

Eine wichtige Grenze gilt von Anfang an: Detector startet die ausgewählte Datei nicht. Runtime-Verhalten muss aus einer isolierten Umgebung importiert werden oder aus optionalen Sensoren stammen, die bereits stattfindende Aktivität auf dem lokalen Windows-System read-only beobachten.

Statische und beobachtete Evidenz in einem Fall

01

PE und .NET

Hashes, Dateityp, Signaturstatus, Sektionen, Imports, Assembly, Zielframework und P/Invoke werden gelesen, ohne die Assembly zu laden.

STATIC / METADATA
02

C# und PowerShell

Explizite Regeln decken unter anderem Prozesszugriff, Speichermanipulation, dynamisches Laden, Persistenz, Zugangsdaten und Download-and-Run ab.

LEXICAL RULES
03

Indikatoren und Fähigkeiten

URLs, Domains, IP-Adressen, Befehle, Registry- und Dateipfade bleiben als Belege erhalten und werden nachvollziehbar korreliert.

EVIDENCE / CONFIDENCE
04

Importierte Laufzeitevidenz

Normalisierte JSONL- und typische Sysmon-Ereignisse ergeben eine UTC-geordnete Timeline, ohne das Sample auf dem Analystenrechner auszuführen.

JSONL / SYSMON
05

Optionale lokale Sensoren

AMSI, read-only Prozessspeicher und ETW beziehungsweise Polling beobachten Aktivität, die auf dem Host ohnehin stattfindet.

AMSI / ETW / MEMORY
06

Coverage

Fehlende Provider, Rechte, Eventverluste und nicht lesbare Prozesse bleiben als Lücken sichtbar.

COMPLETE / PARTIAL

Ein sinnvoller Arbeitsablauf

Ein unbekanntes Artefakt und die zugehörigen Sysmon-Ereignisse liegen in einem isolierten Analyseordner. Detector baut daraus einen Fall. Erst werden Findings und korrelierte Fähigkeiten geprüft, dann zeigt die Timeline, welche statischen Hinweise auch beobachtet wurden. Der letzte Blick gilt Coverage: Was lief, was war nicht verfügbar und wo fehlen Daten?

CLI / LOCAL
detector analyze .\triage --report-json .\case.json --report-html .\case.html
detector import-trace .\events.jsonl --report-json .\runtime-case.json

Vom Input zum Befund

01

Collect

Statische Artefakte und importierte Ereignisse betreten denselben Fall.

02

Separate

Findings, Indikatoren, Timeline und Coverage bleiben unterscheidbar.

03

Correlate

Verwandte Regeln werden mit Quellen und Confidence zu Fähigkeiten gebündelt.

04

Review

JSON und HTML unterstützen Auswertung und technische Übergabe.

Bewusste Grenzen

Was das Werkzeug nicht ersetzt

  • Führt unbekannte Samples nicht aus und ersetzt weder EDR noch Incident Response
  • Kein Antivirus, Disassembler oder Detonationsdienst
  • Kann weder Vollständigkeit noch Malwarefreiheit bescheinigen
  • Kurzlebige Prozesse, geschützte Ziele und unvollständige Logs bleiben blinde Flecken
  • Ein API-Name beweist weder Erreichbarkeit noch schädliche Absicht

Detector · RC-Fakten

Release Candidate
2.0.0-rc.1
Analysiert
PE, .NET, C# und PowerShell
Laufzeitevidenz
normalisierte JSONL- und Sysmon-Ereignisse
Optionale lokale Signale
AMSI, read-only Prozessspeicher, ETW/Polling
Fallansichten
Assessment, Findings, Capabilities, Indicators, Artifacts, Timeline, Coverage
Qualitätssicherung
141 automatisierte Tests im RC-Stand
Sicherheitsgrenze
keine Ausführung ausgewählter Samples
Die Stärke des Werkzeugs liegt darin, Unsicherheit und fehlende Abdeckung sichtbar zu lassen.

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